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TITANIC 1:100
Baubericht und Interressantes zum Modell selbst!
Vor Baubeginn stellte sich die Frage, wie transportiere ich ein solch großes Modell?
Da ich unbedingt das TITANIC-Modell im Maßstab 1 : 100 bauen wollte war die Modelllänge mit 269 cm vorgegeben.
Ein Trailer kam für mich nicht in Frage !
Auf`s Autodach ging`s wegen Länge und Schwere des Modell`s auch nicht.
Letztendlich entschied ich mich dafür, das Modell geteilt herzustellen.
Fahre ich heute zu -Schaufahren- befreundeter Schiffsmodellbau-Vereine muss ich drei Modellteile ins Auto laden:
das Vorderteil, in dem die Antriebsakku sowie die Flut-und Lenzpumpen installiert sind,
das Heckteil, in dem die gesamte Elektrik, Elektronik, Akku für Sonderfunktionen sowie die E-Motore angeordnet wurden,
und dem Deck mit allen Aufbauten, Schornsteinen, Lüftern und Figuren.
Hinzu kommt noch ein fernsteuerbarer Eisberg aus Styropor, der auch einigen Platz einnimmt.
Zur Modellausstattung:
Das Modell ist bis zu einem gewissen Teil sinkbar hergestellt, d.h. durch Fluten des entsprechend gebauten Schiffsvorderteiles senkt sich der Bug und das Deck wird bis zum ersten Schornstein überflutet. Dadurch hebt sich das Heck und die Schrauben erscheinen ca. 6-8 cm über der Wasseroberfläche. Die Neigung des Rumpfes beträgt bei geflutetem Tank ca. 30 °.
Wegen der Vorgabe der -Sinkfähigkeit- entschloß ich mich das gesamte Modell aus nicht korrodierenden Materialien herzustellen. Rumpf, Deckaufbauten, Schornsteine und Lüfter (davon gibt es 60 Stück) sind aus GfK und Kunststoff.
Einzige Ausnahme sind die Deck`s. Diese wurden als Grundlage zwar auch aus Kunststoffplatten hergestellt, anschließend aber mit echtem Furnier belegt und mehrfach mit Lack versiegelt. Dies gibt dem Schiff ein sehr natürliches und auch schönes Aussehen. Die bisherigen Tauchvorgänge haben den furnierten Deck`s noch nicht geschadet.
Zum Fluten werden ca. 50 Liter Wasser in das Vorderteil gepumpt.
Das Modell wiegt ungeflutet ca. 50 - 52 kg, geflutet ca. 102 kg!
Die ersten drei Schornsteine sind mit leistungsfähigen Raucherzeugern, die über eine Zahnradpumpe das notwendige Rauchdestillat erhalten, ausgestattet.
Über einen ferngesteuerten CD-Player wird Musik, insbesondere die Filmmusik aus dem TITANIC-Film, eingespielt. Ferngesteuert kann ich die Musik unterbrechen und ein Nebelhorn tönen lassen.
Der gesamte Innenrumpf (auch der flutbare Teil) ist beleuchtet. Ich lasse die TITANIC also abend`s mit voller Beleuchtung andeutungsweise untergehen. Zusätzlich sind alle Decksaufbauten über einen seperaten Stromkreis zu beleuchten.
Als sogen. Decksleuchten habe ich außerdem ca. 60 Miniaturbirnchen (wie in unseren Armbanduhren vorhanden) verwendet.
Die drei Antriebsmotore sind ehem. Lüftermotore (da Langsamläufer, stromsparend und billig) vom Autoschrottplatz. Die Motore werden über zwei elektronische Fahrtregler betrieben.
Als Novum ist die Anordnung von drei Bleiakku`s für die Antriebsmotoren im Tauchtank zu erwähnen. Die Unterbringung im hinteren Modellteil war aus Gewichtsgründen nicht möglich. Da bekannt ist, dass Süßwasser Strom nicht leitet, habe ich mir diesen Effekt zunutze gemacht und die Akku`s im vorderen Teil angeordnet. Dies hat zur Folge, dass mein Modell gut austariert im Wasser liegt.
Die Fahrtzeit des Modelles liegt bei ca. einer Stunde.
Nähere Details wie ich was gemacht oder Probleme gelöst habe sind im Baubericht nachzulesen.
Abschließend noch die immer wieder gestellte Frage von Interressierten:
1. Wie lange haben sie daran gebaut?
Und die Frage von Kindern:
2. Was kostet so etwas bzw. das Modell?
zu 1: Ich habe mit Unterbrechungen (Urlaub, Krankheit, Materialbeschaffung, keine Lust) ca. 3 1/2 Jahre an dem Modell gearbeitet, aber ganz fertig ist es bis heute noch nicht!
zu 2: Nachgerechnet habe ich nicht. Es kommt sicher ein schönes Sümmchen zusammen.
Da das Modell bis dato nicht verkäuflich war, würde ich sagen:
Ein ideeller Wert!
Aber ab jetzt ist es verkäuflich! (seit Juli 2010)